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25.02.09

Ablegerkasten für Volkaufbau

Nachdem du deine Königinnen begatten lassen hast, egal ob standbegattet, belegbegatte oder künstlich besamt, müssen diese ihre Stärke in der Brutbildung beweisen.


Nachdem du deine Königinnen begatten lassen hast, egal ob standbegattet, belegbegatte oder künstlich besamt, müssen diese ihre Stärke in der Brutbildung beweisen. Dazu verlegt man Königinnen in einen Ablegerkasten, dieser bietet kurzzeitig genügend Platz damit die junge Weisel ihre Eier ablegen kann bevor sie in ein Volk verlegt wird. Königinnen in Ablegern können aber auch zum Volkaufbau genutzt werden. Dies birgt das geringste Risiko, da die Bienen die Königinnen niemals ablehnen werden, was dir bei einer Umweiselung in ein neues Volk passieren kann.

Ein Ablegerkasten besteht zumeist aus 2-5 Rähmchen, die durch die Bienen besetzt sein sollten. Wenn man ein starkes Volk bilden will und den Ableger hieraus groß zieht, dann sollte man, um das Volk nicht zu schnell wieder umzuziehen, einen 5 Rähmchen großen Ablegerkasten bauen. Eventuell kannst du bei kleineren Ablegern auch die ersten 3 Rähmchen mit Styrodur abschirmen, sodass die Bienen nur 2 Rähmchen besetzen müssen und bei wachsender Volkstärke mehr Platz durch das entfernen des Styrodur und hinzugeben weiterer ausgebauter Rähmchen vergrößert werden kann.

Ein Ablegerkasten sollte falls möglich aus Spanplatten oder Vollholz gebaut werden, diese sind stabil (werden von den Bienen nicht angenagt) und witterungsbeständig. Das Holz sollte schon etwas abgestanden sein, damit es sich nicht verzieht. Unter keinen Umständen sollte druckimpregniertes Holz verwendet werden, da dies für die Gesundheit der Bienen nicht zuträglich ist.

Die erste Überlegung vor dem Bau eines 3-Teile Stecksystem sind immer die Maße, dazu folgende Überlegung zu dem Bauteil „Zarge“:

Breite: Die Breite sollte dem Abstand von 5 Rähmchen à 35mm gerecht werden. Zusätzlich muss ein Rangierabstand von 1cm eingeplant werden, da die Kanten früher oder später mit Kittharz eingekleistert sein werden und man die Rähmchen auch noch bequem raus und rein bekommen will. Daher ergibt sich ein Innenabstand von 5 x 3,5cm + 1cm = 18,5cm. Um die Seitenteile zu bemessen muss zusätzlich noch 2 mal die dicke des Holzes addiert werden, da die Seitenteile an die Stirnseiten angeschraubt werden. Daraus ergibt sich bei einer Holzstärke von 2cm eine Außenseitenlänge von: 5 x 3,5cm + 1cm + 2 x 2cm = 22,4cm.

Höhe: Für die Höhe einer Beute gilt folgendes zu beachten, ihr nehmt euch die Standarthöhe eures Wabenmaßes .Dieses wäre bei Deutsch-Normal-Maß 21,5cm und rechnet hierzu einen Abstand zum Deckel von 1cm, sowie die Dicke des Rähmchens von etwa 0,7cm. Hinzu kommt ein Freiraum zum Trommelraum von etwa 2cm sofern man den Boden von der Zarge trennen will, dies ermöglicht einem, später eine weitere Zarge zu erweitern. Bedenkt, dass ihr bei einem Stecksystem noch etwa 1cm für die Nut und Feder einberechnen müsst, diese befinden sich oberhalb bzw. unterhalb der Zarge.

Länge: Die Länge entspricht dem Außenabstand eurer Rähmchen, dieser beträgt bei Deutsch-Normal-Maß 36cm plus die Holzdicke euer Rähmchen von 0,7cm. Außerdem sollten vorne und hinten etwa 3mm Spiel gelassen werden, damit man die Rähmchen bequem aus der Zarge nehmen kann.

Alternativ zu dem Verschrauben an den Stirnseiten kann man die Teile auch mit einem Zackensystem stecken und mit Holzleim verkleben, dies ist zwar stabiler, bedeutet aber auch einen erheblichen Mehraufwand bei der Fertigung.

Überlegung für den Bau des Deckels: Der Deckel besteht aus einer Grundplatte welche die Außenmaße des Zarge auf der Kopfseite hat. Diese betragen bei Deutsch-Normal-Maß 42cm x 22,4cm. Dadurch wird der gesamte Bereich der Zarge abgedeckt. Damit der Deckel nicht herunterfällt müssen an die Seiten kleine Bretter verschraubt werden, die den Deckel auf der Position halten und kleinere Unebenheiten bei der Auflage ausbügeln. Die Seitenteile sind etwa 5cm hoch und haben die Längs- bzw. Breitenmaße der Zargen-Außenseiten. Die Dicke des Holzes sollte gut überlegt sein, damit die Bienen bei kalten Nächten nicht zu stark auskühlen. Nehmt euch dazu ein Brett mit einer Holzstärke von 3cm – 5cm.

Boden: Der Boden ist ähnlich dem Deckel aufgebaut, der Unterschied ist natürlich, dass hier auch ein Ausflugloch vorhanden sein sollte. Daher müssen wir den Boden etwas abändern. In die Innenseite der Außenteile verschraubt ihr zusätzlich weitere Bretter, damit die Zarge nicht direkt auf der Bodenplatte aufsitzt, sondern durch die Innen liegenden Bretter höher gehalten wird. Eine Frontseite spart ihr dabei aus, da hier das Flugloch entsteht. D.h. hinten und an den beiden Seiten wird jeweils ein Brett mit der jeweiligen Länge von 18,4cm bzw. 38cm und einer Höhe von 1,5cm und einer Breite von 2cm geschraubt, sodass wie auf der Abgebildeten Zeichnung aussieht.

Eine detailierte Zeichnung gibt es unter dem aufgeführten Link.

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