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25.02.09

Abwärme aus dem Computer transportieren

Wie die Überschrift schon vermuten lässt reagiert ein Computer sehr empfindlich auf zu große Wärme.


Wie die Überschrift schon vermuten lässt reagiert ein Computer sehr empfindlich auf zu große Wärme. Durch die vielen Komponenten kann sich das Innere eines Rechners schnell auf 40°C und mehr erwärmen, wenn es zusätzlich noch knackiger Sommer ist wird der Computer schnell an seine Grenzen kommen und versagen.

Komponenten auf die man besonders achten sollte sind:

- Prozessor – zumeist schon mit einem Kühler und Lüfter bestückt,

- Grafikkarte – zumeist schon mit Kühlkörper und Lüfter bestückt,

- Northbridge – zumeist mit Kühlkörper bestückt, selten ein Lüfter montiert,

- Festplatte – nahezu immer ohne Kühlung und

- Netzteil – mindestens ein Lüfter immer vorhanden.

Die Summe aller Verbraucher sorgt dafür, dass es im Inneren mollig warm wird und die Komponenten sich gegenseitig aufheizen. Um die Wärme aus dem Gehäuse zu bekommen ist meist nur der Lüfter des Netzteils vorgesehen. Aber die Gehäuse werden immer kleiner, sodass sich die wenige Luft schnell erwärmt und die Komponenten immer leistungsstärker und produzieren somit immer mehr Abwärme.

Als erstes ist es wichtig, dass wir die warme Luft aus dem Gehäuse bekommen. Achtet auf die Wortwahl: Wir wollen erst mal keine kalte Luft hinein, sondern die warme hinaus haben. Dazu montiert Ihr hinten am Gehäuse ein bis zwei 80mm x 80mm Lüfter. Diese bekommt Ihr beim Fachhändler für 3 EUR – 10 EUR je nach Qualität, Laufleistung und Durchsatzvermögen. Ihr solltet euch aber immer bewusst sein, dass der Rechner mehrere Jahre bei euch stehen wird und die Lüfter erhöhten Beanspruchungen ausgesetzt sind, daher ist Sparen hier der falsche Weg. Wenn ihr wollt, könnt Ihr die Lüfter auch mit Temperatursensor oder mit Drehputty kaufen, sodass ihr die Laufgeschwindigkeit variable einstellen könnt. Warum wir die ersten Lüfter am Auslass anbringen ist ganz einfach: Ein Gehäuse ist nicht Luftdicht, daher erzeugen wir im Gehäuse einen Unterdruck und kalte Luft wird von vorne in das Gehäuse angesaugt. Die Lüfter sollten hinten in Höhe des Prozessorlüfters montiert werden, da hier die größten Temperaturen entstehen.

Wenn ihr vorne noch Platz im Gehäuse habt baut hier einen 120mm x 120mm Lüfter ein, dieser erstreckt sich dann über die gesamte Breite und kann mit minimaler Geschwindigkeit betrieben werden. Es dient nicht der Lufteinblasung, sondern zum Kühlen der Festplatten, da diese meist unterhalb der CD Laufwerke eingebaut werden. Der direkte Luftstrom kühlt die Laufwerke dann herunter. Damit das Innere des Gehäuses durch den hohen Luftdurchsatz nicht einstaubt, hat es sich bewährt eine Nylonstrumpfhose zu befestigen. Diese spannt ihr von vorne über den 120mm Lüfter.

Beim Thema Staub muss man einen Computer immer kritisch betrachten. Durch den Luftdurchsatz setzt sich hier immer sehr viel davon in den Lüfterblättern ab. Daher solltet Ihr etwa alle 3-6 Monate, je nach Betriebsdauer die Lüfter von Staub befreien. Das erhöht die Lebensdauer und verringert die Geräuschentwicklung.

Suchbegriffe: Computer Wärme Lüfter Temperatur