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25.02.09

Fußrasten eloxieren

Nachdem ich mir meine CBR gekauft habe musste ich einfach ein paar Anpassungen machen damit das Motorrad individuell zu mir passt.


Nachdem ich mir meine CBR gekauft habe musste ich einfach ein paar Anpassungen machen damit das Motorrad individuell zu mir passt. Hier eine kleine Anleitung wie man sich die Fußrasten selber eloxieren kann.

Kurzdefinition: Als Eloxal-Verfahren bezeichnet man eine Methode der Oberflächentechnik wobei durch anodische Oxidation eine oxidische Schutzschicht auf Aluminium erzeugt wird.

Wie bei allen Arbeiten bei denen wir mit Farben etc. arbeiten ist es sehr wichtig, dass ihr das Werkstück von Staub und Fett befreit. Das schließt alle Stelle ein, die später eloxiert werden sollen. Um die Fußrasten nicht mit der Hand festzuhalten zieht ihr euch Gummihandschuhe an, ansonsten habt ihr sofort wieder Fettflecken an euren Griffeln. Anschließend spült ihr das Spülmittel mit klarem Wasser herunter. Ihr könnt euer Werkstück auch vorher sandstrahlen damit ihr eine gleichmäßige Oberfläche bekommt, denn jeder Kratzer wird durch das Eloxieren besser zu sehen sein. Entweder ihr kauft euch ein Sandstrahlgerät oder fahrt zum Lackierer, der strahlt öfter einmal und für ein wenig Trinkgeld wird er eure Fußrasten mit strahlen.

Zum Eloxieren benötigt ihr Schwefelsäure (15%), ein Stück Blei (mal beim Dachdecker nachfragen) und ein Autobatterieladegerät. Solltet ihr hochprozentigere Schwefelsäure haben dann könnt ihr diese mit destiliertem Wasser verdünnen, dabei aber immer die Schwefelsäure in das Wasser gießen und langsam verdünnen, da sich die Lösung schnell erhitzen kann und dann anfängt zu spritzen! Daher gilt hier, wie bei allen arbeiten mit Säuren die UVV, d.h. Schutzbrille, Schutzhandschuhe und falls möglich Kittel!

Um die Fußrasten gleichmäßig zu eloxieren müssen diese vollständig in das Säurebad eingetaucht werden. Die Fußraste selbst befestigt ihr an einem dicken Draht und verbindet diesen Draht mit der roten Zange des Ladegerätes, sodass unser Werkstück die Anode bildet. An das Stück Blei klemmt ihr die schwarze Zange und taucht diese ebenfalls in die Säure, sie stellt unsere Kathode dar. An der Anode werden sich dann im Laufe der Eloxierung Wasserstoffblasen bilden, dies zeigt an, dass der Vorgang voll im Gange ist. Die Stärke der Eloxierung ergibt sich aus der Dauer in der sich das Werkstück in der Säure befindet und dem Strom welcher anliegt. Es sollten etwa 1,5A je 100cm² durch das Werkstück gehen. Bitte beachtet, dass bei Platten, die ihr eloxieren wollt, diese zwei Seiten haben. Für die Berechnung gilt, dass die Stromstärke sich immer auf 1 Stunde bezieht, je höher die Stromstärke, desto weniger Zeit braucht das Eloxieren.

Die Aufbewahrung der Säure und das Eloxieren sollte unbedingt in säurebeständigen Plastikgefäßen vorgenommen werden.

Anschließend muss das Werkstück unbedingt gespült werden bevor es gefärbt wird. Dies wird unter destilliertem Wasser gemacht damit sich keine Kalkablagerungen bilden. Das anschließende Färben wird mit speziellen Eloxierfarben vorgenommen - diese kosten etwa 5-10EUR. Da ihr nur Fußrasten eloxieren wollt braucht ihr davon ja nicht viel. Die Farbe wird je nach gewünschtem Farbton mit heißen Wasser (60°C) gemischt in die dann unser Werkstück eingetaucht wird. Je nach Intensität verweilt das Werkstück dann etwa 1-15 Minuten in dem Bad damit dieses in die Poren der Eloxierung eindringen kann und sich da festsetzt.

Damit die Farbe auch an der Fußraste hält muss das Ganze noch versiegelt werden. Dazu hängt ihr die Fußrasten einfach in kochendes Wasser (95°C – 100°C) und lasst es dort mindestens 1 Stunde drin. Jetzt hat das Aluminium eine strapazierfähige Oberfläche, die nicht so leicht verkratzt. Zum Kochen solltet ihr auch wieder destilliertes Wasser nutzen! Ihr wisst ja, der Kalk, der greift nicht nur Waschmaschinen sondern auch Aluminium an.

Suchbegriffe: Rasten eloxieren Aluminium Schwefelsäure belastbar