website trackingwebsite tracking
25.02.09

LEDs verlöten

Die kleinen Wunderlampen werden nicht nur im Modellbau immer beliebter.


Die kleinen Wunderlampen werden nicht nur im Modellbau immer beliebter. Viele Tuner nutzen heutzutage schon die grellen Lichter um ihren Innenraum oder den Unterboden (was in Deutschland übrigens verboten ist) zu beleuchten. Die Minilampen verbrauchen nur minimalste Mengen an Strom (im Durchschnitt 1 Watt) und sind in der Anschaffung enorm günstig. Desweiteren sind sie sehr langlebig, da kein Glühfaden in den Lampen existiert, sondern lediglich ein Leuchtstoff das Licht liefert.

LEDs oder auch Light Emitting Diodes sind in nahezu allen Farben erhältlich. Die Unterscheidung wird nicht durch Einfärbung der Birne sondern durch bestimmte Halbleiter verursacht. Nähere Aufschlüsselung gibt nachfolgende Tabelle:

Rot bis Infrarot Aluminiumgalliumarsenid

Rot Galliumaluminiumarsenid

Orange Galliumarsenidphosphid

Grün Galliumphosphid

Blau Siliciumcarbid

Weiß Siliciumcarbid mit Phosphorschicht

Die LEDs werden mit etwa 0,9V – 2,1V angesteuert und durch einen Vorwiderstand auf eine Betriebsspannung von 12V gebracht. Der Vorwiderstand dient auch dazu leichte Überspannungen auszufiltern, welche die LED sonst zerstören würden. Die Widerstandsberechnung lautet wie folgt: R = U/I

Die Schaltung LED, Widerstand und Stromquelle wird in Reihenschaltung gelegt damit die Spannung für den Betrieb der LED herunter geregelt werden kann. Dadurch ergibt sich für eine LED mit 1,4V bei anliegenden 12V Versorgungsspannung und einer Stromstärke von 30mA (Kennzahlen entnimmst du bitte dem Beiblatt der LEDs) ein Vorwiderstand wie folgt:

U = 12V – 1,4V = 11,6V

R = 11,6V / 0,03mA = 390 Ohm

Sollte es den entsprechenden Widerstand nicht im Handel geben, so kauft immer einen größeren Widerstand.

Um eine LED anzuschließen muss man diese erst einmal technisch betrachten, da eine falsche Polung zur Zerstörung der LED führen kann. Die LED besteht aus einer Anode und einer Kathode zwischen der sich ein Halbleiter befindet, welcher bei einer anliegenden Spannung als Elektronenträger dient und zu leuchten beginnt. Bei neueren Dioden ist es vielleicht unerheblich an welcher Stelle die Polung ist. Bei älteren wist du aber feststellen, dass kein Strom fließt. Zu beachten ist, dass der Widerstand immer an die Kathode angeschlossen wird. Dazu kürzt du das entsprechende Beinchen ein (zumeist ist dieses schon etwas kürzer) und schneidest den Widerstand so kurz, dass LED und Widerstand sich etwa 5mm überlappen. Die beiden Verbindungsstellen reinigst du jetzt und befreist sie von Fett und Schmutz. Anschließend erwärmst du beide mit einem Lötkolben, sodass das Lötzinn auf ihnen haften bleibt. Aber Vorsicht! Wenn du den Lötkolben zu lange dran hältst kann die Wärme bis in der Widerstand bzw. die LED gehen und diese dann zerstören. Daher immer nur kurz erwärmen und dies dann mehrmals wiederholen bis Widerstand und LED verbunden sind.

An das andere Beinchen der LED bzw. des Widerstandes lötest du dann ein Kabel an, welches auf die Spannungsquelle bzw. einen Verteiler geht. Du solltest immer jede LED einzeln mit einem Vorwiderstand absichern. Über die blanken Drähte an der LED werden dann Schrumpfschläuche gezogen damit diese nicht offen liegen. Mit Hilfe von Hitze (z.B. aus einem Föhn) ziehen diese sich dann auf etwa 1/3 Ihrer ursprünglichen Größe zusammen und verkleben mit dem Draht.

Suchbegriffe: LED verlöten Leuchtdiode Kabel Widerstand Vorwiderstand Löten Kolben